Fehlsichtige Augen benötigen Unterstützung, die Sehhilfen. Dabei entscheidet der persönliche Geschmack über die Wahl von Brille oder Kontaktlinsen – vielleicht sogar beides. Doch können und sollen diese auch versichert werden?
Während Kontaktlinsen hart oder weich angeboten werden, gibt es bei Brillen zahlreiche Modelle, Farben und Formen. Selbst bei einem 'Nasenfahrrad' zum Nulltarif verursachen die korrekten Gläser meist hohe Kosten. Beispielsweise gehen Bifokalbrillen, die gleichzeitig die Fehlsichtigkeit und die Altersschwäche des Auges ausgleichen, ungemein ins Geld.
Doch auch die Alternativen, in diesem Fall analog multifokale Kontaktlinsen, haben ihren Preis, ganz abgesehen von den laufenden Kosten für die Pflege – oder den immer neuen Anschaffungskosten, wenn man sich für eine Variante wie Monatslinsen entscheidet. Auch wer zum Beispiel torische Kontaktlinsen benötigt, die die Verkrümmung der Hornhaut korrigieren, muss tiefer in die Tasche greifen.
Und so überlegt sich mancher, was geschieht, wenn mit den teuren Anschaffungen etwas Unvorhergesehenes passiert.
Brillengestelle können brechen, Kontaktlinsen verloren gehen und in beiden Fällen können sich die Sehstärken des Trägers oder der Trägerin verändern. Die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherungen gehen hier gegen Null, ebenso wie bei der Erstanschaffung. Da helfen nur private Zusatzversicherungen, die finanziellen Belastungen aufzufangen.
Wer Kontaktlinsen trägt, sollte allerdings darauf achten, dass in dem Vertrag mindestens von Sehhilfen die Rede ist und nicht ausschließlich von Brillen. Denn manche Versicherung leistet dann keinen Ersatz. Zu beachten ist auch, dass die Kosten für die Reparatur oder Neuanschaffung eines Brillengestells ebenso wie bei Gläsern wegen einer Veränderung um mehr als eine halbe Dioptrie sehr viel höher ausfallen können, als bei Kontaktlinsen. Im Gegensatz zum Brillenbügel brauchen Linsen zum Beispiel keine Reparatur. Es wäre also wünschenswert, dass eine reine Versicherung für Kontaktlinsen – und die gibt es tatsächlich, auch wenn man oft nachfragen bzw. gezielt danach suchen muss – niedrigere Beiträge ausweist, als eine für Brillen. In der Regel wird eine Eigenbeteiligung vereinbart.
Die Laufzeiten betragen in der Regel ein bis zwei Jahre und man spart sehr viel Geld – vorausgesetzt man gehört zu den Menschen, denen die kostbaren Kontaktlinsen öfter einmal verloren gehen. Doch sie lassen sich auch gegen Einbruchdiebstahl versichern, gegen Beschädigungen und sogar gegen unsachgemäße Behandlung.
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